Radwegeverbindung ehemalige Kleinbahntrasse Lohne-Dinklage

Projekttitel: Kleinbahntrasse Lohne-Dinklage
Projektträger: Stadt Lohne | kommunaler Projektträger
LEADER-Förderung: 100.000 €

Die Stadt Lohne und die Stadt Dinklage möchten die bestehende Radwegeverbindung entlang der alten Kleinbahntrasse zwischen Lohne und Dinklage durchgängig barrierefrei befahrbar machen. Dabei soll die Strecke sowohl für den Radtourismus, als auch für Radpendler attraktiver ausgebaut werden. Des Weiteren wird die Historie dieser Wegeverbindung aufgegriffen und thematisiert. Die gesamte Strecke ist ca. 7,8 km lang.  Die vorhandene wassergebundene Deckschicht wird begradigt und mit einer Deckschicht aus Asphalt versehen. Auf der Dinklager Seite ist in einem Teilabschnitt bereits Asphalt eingebaut. Da dieser Belag sich dort gut bewährt hat und um ein einheitliches Bild zu schaffen, soll die gesamte Strecke in dieser Form ausgebaut werden.

Im Laufe der Jahre haben sich im wassergebundenen Wegebelag Senken gebildet und der seitliche Bewuchs lässt das Niederschlagswasser schlecht abfließen. Gerade bei feuchter Witterung weicht dadurch die Wegedecke stellenweise auf, sodass die Radfahrer dann befestigte Strecken bevorzugen. Durch eine Deckschicht aus Asphalt kommt der Radweg insgesamt etwas höher, sodass das Wasser abfließen kann. Die Benutzung der Strecke wird dadurch und durch den festen Belag deutlich angenehmer und attraktiver in der Befahrbarkeit. Es gibt derzeit schon viele Radpendler zwischen Lohne und Dinklage. Ein Ausbau der Radwegeverbindung steigert den Anreiz mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und auch vielleicht bei schlechterer Witterung das Auto stehen zu lassen. Auch wird der Weg für Inlineskater interessant.

Zusätzlich zu Asphaltierung der Strecke soll die Geschichte der Kleinbahntrasse thematisiert und sichtbar gemacht werden. An den ehemaligen Haltestellen werden Hinweistafeln aus Corten-Stahl mit Informationen zu den Stationen aufgestellt. Über QR-Codes auf den Schildern erhalten die Besucher weitere wissenswerte Fakten. Die Stadt Dinklage wird die bestehenden historischen Elemente auf der Trasse z.B. Warnsignale hervorheben bzw. aufarbeiten.

Entlang des Radweges gibt es auf Lohner Seite bereits drei Rastplätze für Radfahrer, zwei davon mit Unterstellmöglichkeit. Ein weiteres Unterstellhäuschen mit Mobiliar soll in der Nähe der Straße Lerchental entstehen. Es soll mit einem Tonnendach versehen werden, welches an einen Wagon erinnert. Alte Bahnschienen werden dort als Führung zum Unterstand eingebaut, um das Thema 'ehemalige Kleinbahntrasse' wieder aufzugreifen.

Auf Dinklager Seite soll eine sichere Anbindung und ein Lückenschluss des Radweges im Bereich "In der Wiek"/Hopener Mühlenbach zum Dinklager Ring entstehen. Zusätzlich werden dort Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen. Durch die geplante naturnahe Gewässer- und Auenentwicklung ergibt sich hier ein geordneter renaturierter Ortsbereich.

Außerdem soll das historische Bahnhofsgebäude mit einbezogen werden. Auch hier werden barrierefreie Aufenthaltsqualitäten in Bahnhofsnähe entstehen.

Der Radweg ist Bestandteil des bereits über LEADER geförderten kreisweiten Radwegeleitsystems.