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LEADER-Region Vechta fördert Kuscheltierklinik und Digitalplattform für Heimatmuseen

In ihrer Sitzung am 16.06.2026 im Kreishaus Vechtas hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Vechta Projekte beschlossen, die die frühkindliche Gesundheitsbildung fördern und die Zukunft der örtlichen Heimatmuseen digital zu stärken.

Kuscheltierklinik des DRK-Kreisverbands: Spielerisch Ängste abbauen

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes erhält Fördermittel für die Entwicklung einer mobilen Kuscheltierklinik, die künftig in Kitas, Schulen und Vereinen unterwegs ist. Kinder können dort ihr eigenes Stofftier „behandeln“ lassen und werden spielerisch an medizinische Abläufe herangeführt. Ziel ist es, Berührungsängste vor Arztbesuchen und medizinischen Umgebungen abzubauen.

Parallel entsteht ein Durchführungskonzept, das es Lehrkräften und Erzieherinnen ermöglicht, das Angebot später eigenständig umzusetzen.

„Wir möchten Kindern die Angst vor dem Unbekannten nehmen – und das gelingt am besten über spielerische Erfahrungen“, erklärt Kathrin Wintermann, Fachbereichsleiterin KiTa beim DRK-Kreisverband. „Mit der Kuscheltierklinik schaffen wir ein Angebot, das flexibel einsetzbar ist und langfristig von pädagogischen Fachkräften weitergetragen werden kann.“

Digitaler Werkzeugkasten: (Heimat-)Museen digital erlebbar machen

Ebenfalls bewilligt wurde der Antrag des Vereins Bühnentalente aus Lohne. Mit dem Projekt „Digitaler Werkzeugkasten“ entsteht eine digitale Plattform, die Heimatmuseen sowie Kulturvereine bei der Digitalisierung ihrer Wissensschätze unterstützt.

Kern des Vorhabens ist eine öffentlich zugängliche Website, auf der (Heimat-)Vereine ihre Highlights über moderne digitale Formate erlebbar machen können. Zur Auswahl stehen 360°‑Rundgänge, interaktive Museumsbesuche mithilfe digitaler Zwillinge, Social-Media-Formate sowie Foto- und Videodokumentationen zur Ansprache neuer Zielgruppen. Außerdem können Ausstellungsobjekte per 3D-Scan und Augmented Reality digitalisiert werden. Ergänzend wird die Integration von Technologien der Künstlichen Intelligenz angeboten.

Um das nötige Know-how zu erhalten, werden fünf Workshops angeboten, in denen unterschiedliche Technologien vorgestellt und praktisch erprobt werden. Für jede Technologie entsteht am Ende ein digitaler Werkzeugkoffer, der von Vereinen ausgeliehen werden kann.

Nach Projektende wird die Plattform vom Verein Bühnentalente weiter betrieben. Die Werkzeugkästen und die erarbeiteten Materialien bleiben dadurch weiterhin verfügbar, damit Wissen langfristig geteilt und weiterentwickelt werden kann.

„Viele Heimatmuseen wollen digitaler werden, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen“, sagt Vincent Kaufmann vom Verein Bühnentalente. „Unser Ziel ist es, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern dauerhaft zugänglich zu machen – damit Digitalisierung im Bereich von Heimatmuseen und Kultur kein Einzelprojekt bleibt, sondern ein gemeinsamer Lernprozess.“

LAG: Stärkung von Bildung, Kultur und regionalem Engagement

Mit den beiden Förderentscheidungen setzt die LAG ein deutliches Zeichen für Bildung, Teilhabe und kulturelle Innovation in der Region.

„Beide Projekte zeigen, wie vielfältig und zukunftsorientiert Engagement in unserer Region ist“, betont Irene Lammers als stellvertretende LAG‑Vorsitzende. „Wir fördern Initiativen, die Menschen zusammenbringen, Wissen teilen und neue Wege eröffnen – genau dafür steht LEADER.“